Sorge um Mohammad Sadigh Kabudvand

Der Herausgeber der verbotenen Wochenzeitschrift „Payam-e mardom-e Kurdestan“,   Mitbegründer der kurdischen Menschenrechtsorganisation  RMMK und Blogger,  Mohammad Sadigh Kabudvand, ist  seit Juli 2007 inhaftiert.  Ihm  werden „ Gefährdung der Sicherheit des Landes“  und  „Propaganda gegen das System“ vorgeworfen, die üblichen Worthülsen bei unliebsamen Journalisten. Er wurde zunächst zu elf Jahren, nach seiner Revision zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt.

Im Mai trat er aus Protest gegen  erneute Verhöre,  die unmenschlichen Haftbedingungen und die Nichtbeachtung seiner Gesundheitsprobleme  in Hungerstreik.  Seine Frau erklärte,  er habe Herz-, Lungen-, Magen- und Nierenprobleme und  einen leichten Hirnschlag erlitten und befände sich in kritischem Zustand.

Nationale und internationale Organisationen  wie z.B. der PEN, Amnesty International, die Liga-Iran und aktive iranische Kurden in Berlin, Stockholm, Paris fordern seine Freilassung.            

Am 11. Juni 2016 hat sich die kurdische Menschenrechtsorganisation im Namen seiner Angehörigen bei allen Unterstützern bedankt.

11. Juni 2016