„Die Baha’i sind unrein“

Seit Gründung der Islamischen Republik Iran werden  religiöse und ethnische Minderheiten unterdrückt, was die Liga-Iran seit über 30 Jahren dokumentiert und wogegen sie protestiert. Am schlimmsten aber ergeht es den Baha’i:  1983 hatte Khomeini verlauten lassen, die Baha’i hätten keine Religion, sondern seien eine Partei, die zunächst von den Briten, später von den Amerikanern unterstützt worden sei. Aus diesem Grunde wären die Baha’i als Spione anzusehen.

Die Folge: Sie dürfen viele Berufe – vor allem im Staatsdienst – nicht ergreifen, das Studium an Hochschulen ist ihnen verwehrt, Ihre Friedhöfe werden geschändet, Vermögen eingezogen. Tausende kamen ins Gefängnis und viele wurden hingerichtet.  Seit acht Jahren sind sieben Baha’i  zurzeit in Haft!

Jetzt – 30 Jahre nach der Verlautbarung Khomeinis – stellte die den Pasdaran nahe stehende Webseite FARS seinem Nachfolger Khameinei drei Fragen: Ob moslemische Schüler mit den Baha’i verkehren dürften, ob sie in der Schule die gleichen Toiletten und die gleiche Seife benutzen dürften und ob sie das Essen, das ihnen Baha’i bringen, zu sich nehmen dürften.

Die Antwort: „Die (Baha’i) sind unrein, sie sind die Feinde Ihres Glaubens (des Islam). Hüten Sie sich ernsthaft vor denen!“

FARS, 14. Mai 2016